Durchführen der Impfungen mit Dokumentation:
Gesund im Urlaub
Reiseimpfungen:
Wir überprüfen das aktuelle Malaria-Risiko Ihres Reiseziels, welches
von Faktoren wie Jahreszeit, Regenzeit oder regionale Mückenausbreitung
abhängt.Wir beraten über das individuelle Risiko einer Erkrankung
abhängig von Ihrer Reiseform.Die Malariaprophylaxe umfasst bei uns neben
der üblichen medikamentösen Prophylaxe und Stand-by Therapie die Vermittlung
allgemeiner Regeln und Tipps, insbesonders für chronisch Kranke, Schwangere
und Kinder.
Tetanus:
Wundstarrkrampf. Akute Infektionskrankheit mit typischem Auftreten von wiederkehrenden
Krämpfen der willkürlichen Muskeln. Typisch der Kaumuskelkrampf, wobei
der Mund nicht geöffnet werden kann. Erreger sind Toxine des Bacillus Clostridium
tetanie, dessen Sporen praktisch überall im Boden vorkommen. Deshalb nach
jeder Verletzung Gefahr der Erkrankung. Vorbeugung durch die Tetanus-Schutzimpfung.
Diphtherie:
Ansteckende, durch den Diphterie-Bazillus hervorgerufene Infektionskrankheit, die vorwiegend Kinder befällt . Sie führt zu Fieber, Halsentzündung und betrifft manchmal auch den Kehlkopf. Die Folge sind Atembehinderungen, unter Umständen auch durch im Blut kreisende Giftstoffe (Stoffwechselprodukte der Diphterie-Bakterien) - Kreislauf- und Herzstörungen. Früher in Epidemien auftretend und nicht selten tödlich. Heute durch die verbreitete Diphterie-Schutzimpfung der Säuglinge sehr selten.
Grippe:
Eine spezifische, durch Myxoviren, meist Influenza A Virus, verursachte Erkrankung der Atemwege; mit Fieber, Schnupfen, Husten Kopfschmerz und Entzündung der Schleimhäute einhergehende Krankheit, die epidemisch hauptsächlich im Winter auftritt.
Pneumokokken:
Bakterien, Krankheitserreger, die vorwiegend den Atemtrakt befallen, bei älteren
oder gefährdeten Personen wird die Schutzimpfung empfohlen.
Poliomyelitis:
Die Kinderlähmung ist eine hochansteckende, durch Viren übertragene
Infektionskrankheit, die häufig zu bleibenden Lähmungen oder gar zum
Tod führt. Durch die Durchimpfung der Bevölkerung ist sie in unseren
Breiten seit etwa 1960 sehr selten geworden, obwohl die Durchimpfung der Bevölkerung
eine abnehmende Tendenz zeigt. Die Krankheit beginnt mit allgemeinen Krankheitssymptomen,
die meist nach ca. 14 Tagen abklingen. In wenigen Fällen, und zwar etwa
in 1% der Fälle, kommt es in der Folge zu Lähmungserscheinungen oder
zur Gehirnhautentzündung, die mangels adäquater Medikamente nur symptomatisch
behandelt werden können und meist bleibende Schäden hinterlassen.
Die Diagnose erfolgt durch Virusisolierung aus Stuhl, Liquor oder Rachensekret.
Hepatitis A:
Leberentzündung, die vom Hepatitis-Virus A hervor gerufen wird. Übertragung hauptsächlich durch Trinkwasser und Lebensmittel. Viele Infektionen verlaufen unerkannt. Sie heilen ohne Folgeschäden ab. Meist erkranken Kinder und Jugendliche.
Ansteckung erfolgt über Blut oder Blutprodukte, auch Geschlechtsverkehr.
Gefährdet sind Klinikpersonal, Dialysepatienten und "Fixer".
Der Verlauf variiert von einer ganz leichten grippeähnlichen bis zur tödlichen
Form. Beginn mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber, Hautausschlag sowie Gelenkschmerzen.
Nach einer Woche Gelbfärbung der Haut. Die Leber ist geschwollen. Normalerweise
Ausheilung in vier bis acht Wochen. In einigen Fällen bleibt die Gelbsucht
über Monate und Jahre bestehen; chronische Hepatitis.
Typhus (Dauerausscheider):
Typus ist eine Infektions-Krankheit, die durch Bakterien (Salmonella typhi)
ausgelöst wird. Der Erreger gelangt über Nahrungsmittel wie Wasser
und Milch in den Körper. Die Erkrankung beginnt nach ca. 10 Tagen mit Kopfschmerzen,
Mattigkeit, konstant hohem Fieber, das evtl. wochenlang anhalten kann, grau-gelb
belegter Zunge, stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden, langsamem Puls
und Hautausschlag. Die Diagnose wird über den Erregernachweis gesichert.
Einige Patienten (2- 5%) scheiden den Erreger auf Dauer aus (Keimreservoir ist
oft die Gallenblase), deshalb ist die genaue Kontrolle und Behandlung der T.patienten
bis zur endgültigen Ausheilung sehr wichtig.
Tollwut:
Rabies. Akute Viruserkrankung, die durch den Speichel erkrankter Wild- oder
Haustiere auf den Menschen durch Biss übertragen wird. Ihr Verlauf ist
meist tödlich, wenn nicht sofort nach dem Verdacht vorbeugende Maßnahmen
ergriffen werden: Sofortige Gabe von Anti-Rabies-Serum, dann aktive Rabiesimpfung.
Meningitis (Gehirnhautentzündung):
Akute Entzündung der Hirn- (Meningitis cerebralis) oder Rückenmarkshäute
(Meningitis spinalis), beziehungsweise eine Kombination beider Erkrankungen
(Meningitis cerebrospinalis). Sie kann durch Viren, Bakterien, Pilz und andere
Erreger ausgelöst werden, oder auch eine Folge eines Schädelbruchs
nach einer offenen Kopfverletzung sein. Es gibt weit über zwanzig Arten.
Sie beginnt mit Fieber und starken Schmerzen. Der Nacken kann sich versteifen,
das Bewusstsein zeitweise schwinden. Der Arzt kann durch eine Rückenmarkspunktion
und eine Untersuchung der dadurch gewonnenen Rückenmarks-Flüssigkeit
die Krankheit feststellen und meist schon den Erreger finden. Nach der Ursache
richtet sich die Behandlung.
Frühsommerenzephalitis:
Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME genannt, ist eine von Viren
verursachte Infektionserkrankung, die ein bestimmtes regionales Verbreitungsmuster
aufweist. Die Übertragung erfolgt durch einen Zeckenbiss. Das Infektionsrisiko
ist dementsprechend in der warmen Jahreszeit höher und beträgt zwischen
1:25 und 1:100 nach einem Biss. 70% der Infektionen verlaufen unbemerkt und
harmlos. Die übrigen 30% teilen sich je zur Hälfte in grippeähnliche,
ebenso harmlose Erkrankungen und in gefürchtete "echte FSME-Fälle"
mit Beteiligung des zentralen Nervensystems, die meist bleibende neurologische
Schäden hinterlässt. Die Diagnose erfolgt aus der Krankengeschichte
und dem Nachweis von bestimmten Antikörpern im Blut. Es existiert noch
keine Behandlung, die zur Heilung führt. Aus diesem Grund ist die Prophylaxe
durch eine Schutzimpfung in Risikogebieten ausdrücklich zu empfehlen. Daneben
sollten auch Allgemeinmaßnahmen zum Schutz vor Zeckenbissen eingehalten
werden. Die Sterblichkeit beträgt insgesamt 1-2%.
Japanische Enzephalitis:
In Ostasien vorkommende Gehirnentzündung, die durch von Mücken oder
Haustieren übertragene Viren verursacht wird.
Gelbfieber:
Febris biliosa. Schwarzes Erbrechen:
In den Tropen vorkommende, durch ein Virus der Arbovirusgruppe übertragene schwere Fiebererkrankung. Es wird durch den Stich der Stechmücke Aedes aegypti von einem bereits kranken Menschen auf den anderen (Stadtgelbfieber) oder auch durch die Hämagogusmücke oder andere Waldmücken von wildlebenden Affen auf Menschen übertragen.(Dschungelgelbfieber). Endemisch in Zentralafrika sowie Süd- und Mittelamerikanischen Zonen.
